Julius-Mosen-Gedenkjahr 2017





Monatszitat NOVEMBER:
»Friedrich Engels fällte ein vernichtendes Urteil über die Literatur der Jungdeutschen, die Berliner Partei sei eine saubre Compagnie. Nur wenige Ausnahmen ließ er zu: Drei Talente haben wir, Karl Beck, Ferdinand Freiligrath und Julius Mosen.«
(Rüdiger Bernhardt)




Kürzlich erschienen im Verlag concepcion Seidel:

Prof. Dr. sc. Rüdiger Bernhardt

»Julius Mosen (1803-1867) -
Dichter, Dramaturg und Jurist,
ein gebürtiger Vogtländer«

 

Die offizielle Vorstellung des Buches erfolgt während der Mosen-Ehrung am 23.09.2017 auf Schloß Voigtsberg in Oelsnitz unter Beteiligung des Autors und des Verlagsleiters Frieder Seidel. Eine Buchvorstellung erfolgt auch im Rahmen einer von Herrn Seidel organisierten und vom Vogtlandkreis und dem Tourismusverband unterstützten Vogtlandpräsentation auf der Buchmesse in Frankfurt am Main (voraussichtlich 13.10.2017).

 



Angaben zum Buch:
ISBN: 978-3-86716-144-2
Preis: 14,95 €




Julius Mosen - hier und heute


Julius Mosen als Namensträger

Julius-Mosen-Gymnasium Oelsnitz

 

Julius-Mosen-Chor Marieney

 

Vögtländische Literaturgesellschaft
»Julius Mosen« e.V.

 

Julius-Mosen-Turm an der Talsperre Pöhl

 


weitere Erinnerungsstätten



Denkmale:   Marieney
Oldenburg
Plauen
 
Büste im Stadtzentrum Plauen



Gedenksteine / Gedenktafeln   Eppan/Südtirol
Innsbruck
Kohren-Sahlis
Oelsnitz/V.
Marieney
Markneukirchen
Plauen
Oldenburg

 
Gedenktafel in Marieney



Mosen-Familiengrab   Oldenburg



Mosen-Zimmer   Eppan/Südtirol
Marieney
Plauen (Mosen-Sammlung im Vogtlandmuseum)


 
Mosenzimmer in Marieney


nach J. Mosen benannte Straßen bzw. Plätze   im Vogtland:
Adorf
Auerbach
Falkenstein
Marieney
Markneukirchen
Oelsnitz
Plauen
Reichenbach

an weiteren Orten:
Chemnitz
Dresden
Oldenburg
Zwickau



 
J.-Mosen-Str. in Reichenbach/V.
(Google-Skizze)
außerdem   Dresden (Straßenbahnhaltestelle)
Schöneck (Mosenbank)


(nach Recherchen von Dr. Peter Haueis)




Julius Mosens Werke auf CD







N e u - im wahrsten Sinn des Wortes

Texte des aus dem Vogtland stammenden Dichters Julius Mosen (1803 - 1867) haben ins aktuelle Medienarsenal Einzug gehalten. Sie wurden dem Kulturgut Buch entnommen, in Ergänzung traditioneller Rezitationskunst instrumental »eingekleidet«, modern, rockig anmutend, inszeniert. Der Mosen-Freund vernimmt beim Abhören des ersten Teils der CD bekannte Lyrik mit polyphon einfließenden Klangelementen, die in Abhängigkeit von Hörgewohnheiten irritieren können oder aber emotional wirkungsvoll wahrgenommen werden.

Der mit Mosens Lyrik nicht vertraute Liebhaber neuzeitlicher Klänge entdeckt in deren Kombination mit den Texten längst überlebt geglaubte romantische und politische Inhalte in neuem Gewand.
Im zweiten Teil der CD dominiert die Sprechkunst. Situationsbezogene, variable Sprechweise der Akteure illustriert die von Mosen einfallsreich erdachte Begegnung des jungen Arnold mit der freundlichen Vrenli und ihrer Großmutter-Hexe. Wer sich - ob alt oder jung - auf dieses »Märchenspiel« einlässt, dürfte an der Phantasie und dem Ausdrucksvermögen eines von unseren Vorfahren sehr verehrten Dichters Gefallen finden.

Die CD, veröffentlicht unter der Creative Commons Lizenz (CC BY-NC-ND 4.0) verdanken wir dem Schauspieler Rolf Bach, Adorf (Sprecher, Idee, künstlerische Konzeption), der Obervogtländischen Lyrik Combo, der Klangfabrik »Heinrich Heine«, Bad Elster, und anderen Mitwirkenden sowie Sponsoren.
Der CD ist ein Faltblatt mit den Texten der elf aufgenommenen Gedichte beigefügt.
Sie kann in ausgewählten Kultureinrichtungen und Buchhandlungen zum Preis von 9,99 € (bei Versand entsprechende Zusatzkosten) erworben werden.
Der Text des Märchens »Arnold und Vrenli« sowie Informationen zu Leben und Schaffen Julius Mosens sind enthalten in: »Julius Mosen - Die geheimnisvolle Onda und andere Märchen«, Hrsg. Vogtländische Literaturgesellschaft Julius Mosen e.V., Marieney, 2010. Preis: 9,90 €
Anfragen, Bestellungen per E-Mail: info.literatur@gmx.de




Über sein Leben (kurze Biografie)




 

   

 

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 Geburtshaus in Marieney

 

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Büste im Plauener Zentrum

 

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Ortseingang von Marieney

 

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Oldenburg

8. Juli 1803

geboren in Marieney
Vater: Johann Gottlob Moses,
Kirchschullehrer und Kantor
Mutter: Sophie Magdalena geb. Eniglein
(aus Oelsnitz)

 

1817 bis 1822

Besuch des Gymnasiums in Plauen

 

1822 bis 1825

Jura- und Philosophiestudium an der Universität Jena
Anschluss an die Burschenschaft GERMANIA
frühe Gedichtsammlung

 

1825 bis 1826

Italienreise
Anregungen zu seinen späteren Werken RITTER WAHN, COLA RIENZI, DER KONGRESS VON VERONA

 

1827 bis 1828

Fortsetzung des Studiums in Leipzig und
juristisches Examen

 

1828 bis 1830

Rechtsanwaltsgehilfe in Markneukirchen

1831 bis 1835

Gerichtsschreiber in Kohren bei Leipzig
patriotische Lieder und Gedichte, darunter 1832 das Andreas-Hofer-Lied: »ZU MANTUA IN BANDEN« (seit 1948 Tiroler Landeshymne)

 

1835 bis 1844

Advokat in Dresden
Mitglied der Freimaurerloge ZU DEN DREI SCHWESTERN
rege literarische Tätigkeit, u.a.:
»HEINRICH DER FINKLER« (Drama)
»AHASVER« (Versepos)

 

1840

Ehrendoktor der Universität Jena für Verdienste um die deutsche Dichtkunst

 

1841

Heirat mit Minna Jungwirth
zwei Söhne: Erich (1841) und Reinhard (1843)
»IM MOOSE« (Novelle)
»BERNHARD VON WEIMAR« (Drama)

 

1842

DER KONGRESS VON VERONA (Roman in zwei Bänden)

 

ab 1844

Oldenburg
Dramaturg am Großherzoglichen Theater mit bedeutenden Inszenierungen (zum Beispiel FAUST)

 

1846

Beginn von Lähmungserscheinungen
zunehmende Bettlägerigkeit

 

1848

»ERINNERUNGEN« (unvollendet)

 

1863

Gesamtausgabe seiner Werke in acht Bänden aus Anlass seines 60. Geburtstages

 

10. Oktober 1867

verstorben in Oldenburg
Beisetzung auf dem dortigen Gertrudenfriedhof

 

(Verwendet wurden Angaben des Vereins sowie aus wikipedia und www.blick.de sowie ein Bild von einer Oldenburger Website.)




Zitate 2017 von und über Julius Mosen

JANUAR: »Julius Mosen glüht und brütet mit abwechselndem Glück über die höchsten Ideale der Poesie.« (Karl Gutzkow)

FEBRUAR:
In einem Brief an Adolf Stahr bestimmte Julius Mosen bei der Stellung im Vormärz: »Die Gegenwart ist mir groß und erfreulich zugleich, weil sie eine gewaltige Zukunft in sich trägt. Wie wir da sind, gehören wir zu den Vorbereitungsmenschen wie Montesquieu, Voltaire, J. J. Rousseau früher in Frankreich.«

MÄRZ:
»Die Julirevolution 1830 beeindruckte ihn sehr. Seine literarische Tätigkeit, die schon seit Jahren sehr rege war, bekam nun einen stärkeren politischen Charakter. Mosen veröffentlichte Gedichte im Komet und in der Zeitung für die elegante Welt.« (Hans Georg Werner)

APRIL:
»Der Erfolg des Liedes "Die letzten Zehn vom 4. Regiment" war ungeheuer, denn die erste Auflage wurde in einem Tag, die zweite, zweitausend Exemplare umfassend, in drei Tagen verkauft. Ein Zeitgenosse erzählt, dass in Leipzig wo man ging und stand, auf allen Wegen und Ecken das Lied gelesen wurde und dass ein polnischer Obers sagte, dass das Gedicht für die Sache der Aufständischen mehr wert gewesen sei als ein ganzes Regiment.« (Max Zschommler)

MAI:
»Von den Autoren, die neben Herloßsohn und Ortlepp in Leipzig politische Gedichte publizierten hatte nur noch Julius Mosen wesentliche literarische Bedeutung.« (Hans-Georg Werner)

JUNI:»Als politischer Dichter huldigte Mosen einem gemäßigten Liberalismus und empörte sich über fürstliche Herzlosigkeit und Volksfeindschaft.« (Hans-Georg Werner)

JULI: »Mosen ist meist unter bildungsbürgerlichen Standpunkten des 19. Jahrhunderts gewürdigt worden. Seine Bedeutung war umfangreicher, doch wurde sie lange Zeit überdeckt durch populäre Gedichte, die zu Hymnen gerieten.«
(Rüdiger Bernhardt)

AUGUST:
»Sein oft vertontes Heimatlied AUS DER FERNE: Wo auf hohen Tannenspitzen, die so dunkel und so grün ... -

Der Titel weist auf Mosens Heimweh als Anlass hin und der Schriftsteller Kurt A. Findeisen bezeichnete Mosen 1925 deshalb als ersten tiefen Künder des deutschen Heimwehs.
Es gilt als eine Art Vogtlandhymne.«

(Rüdiger Bernhardt)

 

Ein Erlebnis


zum Gedicht




SEPTEMBER:
»Der jüngere Robert Schumann bat den verehrten älteren Julius Mosen, in dessen Auge er etwas 'vom Rubin' entdeckt zu haben glaubte, um Mitarbeit an seiner 'musikalischen Zeitung'.«
(Rüdiger Bernhardt)

OKTOBER:
»Wenn die Zeit kommen wird, wo der Dichter den Prozess der Weltgeschichte als Referent von der Bühne herunter dem Publikum vortragen darf, ohne von den Parteien selbst verdächtigt werden zu können, dann wird auf den Thronen, wie in den Häusern der Bürger ein gesundes Gewissen herrschen. Glücklich ist der Dichter, der dann leben und wirken wird, ihm reiche ich über diese Tage hinüber die grüßende Hand.«
(Julius Mosen)

NOVEMBER:
»Friedrich Engels fällte ein vernichtendes Urteil über die Literatur der Jungdeutschen, die Berliner Partei sei eine saubre Compagnie. Nur wenige Ausnahmen ließ er zu: Drei Talente haben wir, Karl Beck, Ferdinand Freiligrath und Julius Mosen.«
(Rüdiger Bernhardt)

( ... wird monatlich fortgesetzt )